Verhaltenstherapie

Einordnung der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist eine von drei Formen der Richtlinienpsychotherapie in Deutschland, die von den Krankenkassen finanziert werden. Die zwei anderen Verfahren der Richtlinienpsychotherapie sind die Psychoanalyse und die aus deren theoretischen Grundlagen abgeleitete tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Was zeichnet die Verhaltenstherapie aus?

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich geprüftes, etabliertes und sehr effektives Psychotherapieverfahren. Für eine Reihe von psychischen Störungen gilt sie als Mittel der Wahl (z.B. bei Angststörungen, Depressionen, Zwängen). Die Indikation für Verhaltenstherapie ist  vielfältig. Verhaltenstherapeutische Methoden sind auch Behandlungsbausteine innerhalb von mehrdimensionalen integrativen Therapieansätzen. Meist wird Verhaltenstherapie jedoch als alleinige Behandlung einer psychischen Störung durchgeführt.

Verhaltenstherapeutische Psychotherapie

Der Behandlungsumfang einer Verhaltenstherapie liegt in der Regel bei 25 (Kurzzeittherapie) oder 45 Stunden (Langzeittherapie). Die 50-minütigen Sitzungen finden in der Regel einmal in der Woche statt.

 

Im Rahmen einer verhaltenstherapeutischen Langzeittherapie können auch schematherapeutische Methoden ihre Anwendung finden.

 

Die Bezeichnung "Verhaltenstherapie" führt manchmal etwas in die Irre. Kennzeichnend für die Verhaltenstherapie ist eine ganzheitliche Vorgehensweise, die die Gedanken, die Gefühle und das Verhalten eines Menschen berücksichtigt. Typisch ist ein lösungsorientiertes, störungszentriertes Vorgehen. Die jeweiligen Probleme oder Symptome werden als Ausgangspunkt gewählt, um möglichst direkt die Situation des Patienten zu verbessern. Der Therapeut unterstützt den Patienten dabei, die auf diesem Weg auftretenden Schwierigkeiten zu überwinden und sich aktiv damit auseinander zu setzen. Dazu ist in der Regel eine ausführliche Analyse der auslösenden und zugrundeliegenden Bedingungen nötig. Wichtiger Bestandteil der Verhaltenstherapie sind sogenannte kognitive Verfahren, die sich mit problematischen Grundüberzeugungen, Gedanken, Selbstgesprächen und Interpretationen beschäftigen.

Ein wesentliches Element der Verhaltenstherapie ist die Mitarbeit des Patienten auch außerhalb der eigentlichen Therapiesitzungen. Während in den therapeutischen Gesprächen in erster Linie die zugrundeliegenden Zusammenhänge aufgedeckt und Lösungsstrategien erarbeitet werden, soll die praktische Umsetzung zwischen den einzelnen Therapiesitzungen im Alltag des Patienten stattfinden. Praktische Übungen in der Therapiestunde sind oft hilfreich, um neue Verhaltensweisen vorzubereiten, die nachfolgend im "wirklichen Leben" ausprobiert und eingeübt werden können. Zu diesem Zweck werden mit dem Patienten regelmäßig Aufgaben vereinbart.

Psychotherapie am Fürstenplatz

Laura Gentschow

Alain May

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